OpenVZ

Viele Server - eine Hardware.

OpenVZ gibt die Möglichkeit, mehrere Server praktisch unabhängig voneinander auf einunddemselben Computer laufen zu lassen. Es basiert auf CentOS und ist frei.

Warum nicht mehrere Aufgaben auf einem Server vereinigen?

Natürlich geht das. Man kann problemlos eine eierlegende Wollmilchsau, die auch noch Mäse jagt, bauen: Mailserver, Druckserver, Fileserver, Datenbank, Webproxy - alles auf einer Maschine.

Aber man kann die Ressourcen nicht verteilen: Wenn beispielsweise jemand eine umfangreiche Datenbankabfrage startet, kann dann womöglich plötzlich niemand mehr drucken, surfen oder Mails einsehen.

Warum nicht für jede Aufgabe einen extra Computer?

Das ist das andere Extrem: Ein einzelner Mailserver, einer zum Drucken, einer für die Datenbank und so weiter. Aber das hat gleich mehrere Nachteile:

  1. Jeder Computer benötigt Energie. Wenn statt einem nun 5 Server laufen, benötigen sie zwar nicht gleich das fünffache, da sie meist überwiegend im Leerlauf laufen, aber sicher das Doppelte, als wenn nur ein Server - auch wenn der etwas größer sein muß - läuft. Das kann im Jahr schon mal 1000€ und mehr ausmachen.

  2. Fünf Server für je 2000€ sind deutlich teurer als nur ein Server, der vielleicht 5000€ kostet! Und das bei gleicher oder sogar besserer Leistung des einzelnen Servers, denn Rechner mit nur einer Aufgabe sind fast immer unterfordert, während man virtuellen Servern soviele Ressourcen der Hardware zuordnen kann, wie sie wirklich brauchen - Sie schicken ja auch nicht immer fünf Leute zum Einsatzort, sondern gerade so viel, wie nötig sind.